10Okt
2016
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Und dann war da noch der Linksverkehr…

Samstag vor 3 Wochen bekamen wir unseren Mietwagen und tasteten uns langsam an das Linksfahren heran. Etwas gewöhnungsbedürftig. Das alleine wäre wahrscheinlich nicht so das Problem. Das Problem liegt eher darin, dass hier alle Leute so fahren, dass teilweise nicht mal eine halbe Autolänge Platz zwischen den fahrenden Autos ist. Lässt man mehr Platz, hat man entweder ein Auto in seinem viel zu kleinen Sicherheitsabstand oder aber Mopeds und Motorräder, die kreuz und quer links und rechts an einem vorbei fahren und vor einem einscheren und die Spur noch mal wechseln. Ohne ständig in die Spiegel zu schauen, ist es hier lebensgefährlich. Doof nur, dass der Rückspiegel links vom Fahrer hängt und nicht, wie in Deutschland rechts. Auch das Abbiegen in Seitenstraßen läuft bei uns häufig noch recht automatisiert ab und wir stehen im Gegenverkehr…
Einige straßentechnische Besonderheiten gibt es hier auch: Manche oder besser nicht gerade wenige Fahrspuren enden einfach. Ohne Vorankündigung. Ohne Verkehrsschilder. Plötzlich sind sie weg. Verschwunden.
Und eine rote Ampel bedeutet hier nicht unbedingt, dass die Fahrzeuge auch halten. Das durften wir bei einer Fußgängerampel aus nächster Nähe erfahren. Während wir auf eine grüne Fußgängerampel zum Überqueren einer dreispurigen Einbahnstraße warteten, hatten die Autofahrer auf der Einbahnstraße bereits rot. Zwei Fahrspuren hielten an, das Taxi auf der uns nächstgelegenen Spur schien das nicht so eng zu nehmen und raste noch in einem irren Tempo über die dunkelrote Ampel, während wir gerade dabei waren, den ersten Schritt auf die Fahrbahn zu setzen. Glücklicherweise konnten wir uns noch bremsen und zurück hüpfen, sonst wären wir zu viert auf der Motorhaube des Taxifahrers gelandet.
Viele Motorrad- und Mopedfahrer halten sich hier in der Regel leider überhaupt nicht an rote Ampeln und brettern einfach darüber. Man muss also beim Überqueren der Straße höllisch aufpassen.
Leider gibt es auch kaum durchgängige Fußwege. Viele hören einfach auf oder gehen nach 10 Metern Straße wieder weiter oder werden durch Bäume, Abwasserkanäle (überirdisch) und ähnlichem unterbrochen. Kein Wunder also, dass hier kaum einer zu Fuß geht.

 

Comments (2)

  • Kerstin

    Hallo ihr beiden, ja, das war es auf jeden Fall. Die Kinder hatten ganz große Augen, weil es etwas ganz anderes war, als „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“-singend auf Wanderschaft zu gehen.

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  • Hartmut

    Hallo Ihr Lieben,
    danke für Eure Nachrichten mit den “ Abenteuern“ im Straßenverkehr.
    Das Laternenfest war ja bestimmt ein Erlebnis !
    Wünschen weiterhin schöne, unfallfreie Tage.

    Hartmut und Bärbel

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