11Mai
2017
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Die Insel der tausend Tempel

Vor einigen Tagen stiegen Alyssa und Anabel in den Flieger. Die Reise führte sie nach Bali. Ja, ihr habt richtig gelesen. Bali. Das ist die Insel, von der viele träumen, unbedingt einmal da gewesen zu sein. Während die Reise aus Deutschland dorthin fast einen Tag dauert, waren wir nach nur vierstündiger Anreise dort. Na, seid ihr neidisch? Ich wusste bis dato nicht einmal, wo Bali wirklich liegt oder zu welchem Land die Insel gehört. Ich hatte irgendwann einmal einige Fotos von Stränden gesehen und beschlossen, das ist einer der 100 Orte, die ich in meinem Leben einmal gesehen haben möchte. 
Die Insel ist ein Teil von Indonesien, aber im Gegensatz zum Rest Indonesiens, welches muslimisch ist, sind die Bewohner Balis fast ausschließlich hinduistisch. Dies zeigt sich überall. Die Insel verströmt eine tolle Ruhe und Gelassenheit, die Menschen sind sehr freundlich und zuvorkommend und – wie auch hier in Malaysia – sehr kinderlieb.

Überall auf der Insel findet man Tempel und Schreine. Ein Einheimischer erzählte uns, dass auf jedem Grundstück drei Tempel oder wenn der Platz dafür nicht ausreicht, Schreine stehen. Der Familientempel oder -schrein befindet sich in der nordöstlichen Ecke des Grundstücks. Innerhalb dieses Familientempels werden verschiedene Hindugötter, Naturgeister und verstorbene Familienmitglieder angebetet. Ein weiterer Tempel/Schrein ist der sangnah kemulan, ein Schrein der drei Bereiche hat, für Brahma, Vishnu und Shiva (Brahma der Schöpfer, Vishnu der Erhalter und Shiva der Zerstörer). Dieser befindet sich ebenfalls auf der nordöstlichen Seite direkt neben dem Familienschrein. In der balinesischen Hindu-Religion steht Brahma für die männlichen Vorfahren des Haushalts, während Vishnu für die weiblichen steht. Wenn ein balinesischer Mann heiratet, soll er einen dieser Schreine bauen. Ein weiterer Schrein ist der „Haus-beschützer-Schrein“, der sich auf der nordwestlichen Seite befindet. Kein Wunder also, dass die Insel als die Insel der tausend Tempel bezeichnet wird, denn diese findet man hier tatsächlich überall! So ist es auch kein Wunder, dass man an fast jeder Ecke Eingangstore zu den Tempeln und Schreinen kaufen kann. Viele davon aus schwarzem Vulkangestein.

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Es war toll, so viele unterschiedliche Tempel und Schreine zu sehen. Die Insel hat einen ganz besonderen Stil, der wirklich sehenswert ist. Gerade die etwas abgelegeneren Straßen fernab der größeren Städte waren wunderschön.
Auf dem Weg über die Insel kamen wir auch an Reisfeldern vorbei. Was wir bis dahin nicht wussten ist, dass der Reis zunächst auf einem trockenen Feld ausgesät wird. Erst 30-50 Tage nach Keimung wird er in das eigentliche Reisfeld umgesetzt. Dieses wird während der Wachstums- und Reifezeit bewässert und kurz vor der Ernte erst trocken gelegt. Nach 4-6 Monaten der Trockenlegung kann der Reis dann geerntet werden.

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Auch an den Reisfeldern findet man jede Menge Schreine. Hier wird unter anderem den Naturgeistern geopfert, damit die Reisernte gut ausfällt.

 

Comment (1)

  • Papa von Alyssa

    Ja war ein echt toller Urlaub mit vielen neuen Erfahrungen.

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