15Mai
2017
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CatPooChino – oder der teuerste Kaffee der Welt

Auf unserer Bali-Reise besuchten wir auch eine kleinere Kaffeeplantage. Wir ließen uns dort den Prozess der Kaffeeherstellung zeigen. Ein interessanter Nachmittag, aber seht selbst: 

Kaffeekirschen wachsen an Bäumen. Die Reifezeit dieser Bohnen beträgt ca. 10 Monate. Im Laufe der Zeit ändern die Kirschen die Farbe von grün zu rot. Erst, wenn sie rot sind, werden sie geerntet.

Hier seht ihr einige dieser Kirschen:

 

 

Die reifen Kaffeekirschen werden von Hand geerntet. Anschließend wird die äußere Haut und das Fruchtfleisch abgequetscht. Dann werden die darin befindlichen Kaffeebohnen nach Größe sortiert.

 

 

Bei der klassischen nassen Aufbereitung, kommen die Bohnen für 18 bis 40 Stunden in einen Wassertank. Dort fermentiert das übrig gebliebene Fruchtfleisch und die Pergamentschicht um die Bohnen kann auf diese Weise von der Kaffeebohne gelöst werden. Nachdem die Bohnen aus dem Wassertank kommen, müssen sie 8-10 Tage lang getrocknet werden. Erst dann bekommt man auch die restliche Pergamenthaut und die darunter liegende Silberhaut entfernt. Nach 8-10 Tagen haben die Bohnen dann die ideale Restfeuchtigkeit. Anschließend werden die Bohnen geröstet. Das Rösten ist der letzte wichtige Schritt zur Veredelung der Kaffeebohnen. Auf der von uns besuchten Kaffeeplantage macht man das noch von Hand und Alyssa durfte helfen.

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Nach dem Röstprozess werden die Bohnen gemahlen. Dies wird hier traditionell in einem Mörser gemacht.

 

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Nachdem die Kaffeebohnen gemahlen wurden, kann man ihn aufkochen und trinken.
Die Kaffeeplantage stellt auch noch Tee aus unterschiedlichen Pflanzen her. Von Lemongrass, über Mangosteen bis hin zu Hibiskustee. Auch Kakao wird hier angepflanzt. Wir durften die unterschiedlichsten Tees und Kaffees und den Kakao probieren und erhielten ein Tablett mit 13 unterschiedlichen Getränken.

 

 

Auf dem Tablett befand sich dann auch der sogenannte „teuerste Kaffee der Welt“ – der Luwak-Kaffee. Vielleicht habt ihr ja schon einmal davon gehört. Dieser Kaffee wird aus ausgeschiedenen Katzenexkrementen vom (Flecken-) Mustang, einer Schleichkatzenart, gewonnen. Der Musang wird auf Bali auch Luka genannt. Daher hat der Kopi-Luwak seinen Namen.
Diese Katzen pflücken sich die reifen roten Kaffeekirschen vom Baum und fressen sie. Da sie nur das Fruchtfleisch verdauen, werden die Bohnen anschließend ausgeschieden. Im Verdauungstrakt des Musang sind die Kaffeebohnen einer Fermentation durch bestimmte Enzyme ausgesetzt und diese ändern die Geschmackseigenschaften der Kaffeebohne. Angeblich schmeckt er dadurch dunkler und voller.

Hier seht ihr so ein Kerlchen:

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Die ausgeschiedenen Kaffeebohnen werden von Arbeitern eingesammelt und mehrfach gewaschen. Anschließend werden sie getrocknet und geröstet.

Ein halbes Kilo dieses Kaffees kann bis zu 500 Euro kosten. Ja, ihr habt richtig gelesen.

Wie hat er uns geschmeckt? Keine Ahnung, ich mag keinen Kaffee…

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